Canva vs. Grafikdesigner

Canva ist ein Tool, welches aktuell auch in sozialen Medien sehr gehypt wird. Ist es doch mit diesem Tool sehr einfach, Grafiken für unterschiedliche Zwecke zu erstellen. In diesem Beitrag wollen wir uns das Tool einmal genau ansehen.

Was ist Canva?

Zunächst muss man wissen, Canva ist ein Onlinetool, welches es in der Free und Pro-Version gibt. Mit diesem Tool lassen sich Grafiken aller Art herstellen.

Nutzer anlegen, um zu starten

Ohne ein Benutzerkonto geht bei Canva nichts. Nach der Anmeldung kann man seinen Träumen nach schönen Grafiken auch schon nachgehen.

Vorlagen erleichtern den Start

Wer keine eigene Idee für seine Grafik hat, der kann auf Vorlagen zurückgreifen.

Für wen ist Canva geeignet?

Canva eigenet sich ideal für Einzelunternehmer, Vereine, Kleinunternehmer oder auch Lehrer.

Kann man mit Canva auch professionell drucken?

So schön dieses Onlinetool auch ist, aber es hat eben auch seine Grenzen. Denn Cava ist aus meiner Sicht nicht für den professionellen Druck zu empfehlen. Da viele Voraussetzungen für die Umsetzung einfach nicht erfüllt sind.

  1. Canva arbeitet mit einem Farbraum für Bildschirme, dem RGB-Farbraum.
  2. Druckereien brauchen aber den CMYK-Farbraum, um ein professionelles Ergebnis abzuliefern. Was genau diese Farbräume und deren Unterschiede bedeuten, kannst du im dazugehörigen Blogbeitrag nachlesen.
  3. Der Datenexport für Druck-PDF entspricht nicht dem Export wie durch einen beauftragten Grafiker.
  4. Viele Druckereien benötigen sogenannte ICC-Profile. Diese kannst du in Canva überhaupt nicht anlegen. Sie sind aber Grundvoraussetzung für manche Druckereien.
  5. Veredelungen, wie z.Bsp. partielle Lackierungen lassen sich nicht in Canva anlegen.
  6. Die Bildauflösung ist in Canva nicht zu 100% real. Daher kann das Druckergebnis schon mal anders aussehen, wenn Bilder eine minderwertige Qualität aufweisen.
  7. Ein wichtiger Punkt ist der Beschnitt. Manche Druckereien erwarten hier genaue Positionen von Beschnittzugaben oder ähnliches – in Canva ist das nur bedingt möglich. So kann es dann auch zu Blitzern kommen.

Für was Canva ausreichend ist

Sofern du Grafiken für das Web oder eine Präsentation benötigst, ist Canva durchaus deine erste Anlaufstelle, sofern es nicht um Perfektion im profesionellen Druck geht. Denn diese Stärke besitzt das Onlinetool leider nicht.

Canva und die Rechteinhaber

Alles, was mit Gestaltung/Erstellung von Grafiken aller Art zu tun hat, unterliegt auch immer dem Urheberrecht. So ist es auch bei Canva. Canva bietet eine Vielzahl von Ideen in Form von Bildern, Schriften und vieles mehr.

Teilweise gibt es Schriftarten, die nur bei Canva verfügbar sind. Das hat zur Folge, wenn du mit deinem Design mal wegziehen solltest von dieser Plattform, sind auch alle deine Designs nicht mehr vollständig, da du z.Bsp. die genutzten Schriften nicht downloaden kannst. Die Schriften dann auf Plattformen nachzukaufen, ist teilweise nicht möglich, da diese extra für Canva entwickelt wurden.

Warum es sich lohnt einen Grafiker zu beauftragen

Wenn du für dich und dein Unternehmen ein professionelles Auftreten wünschst, dann sollte deine erste Wahl nicht Canva sein, sondern ein versierter Grafiker. Er kann dich bei deiner Vision nach einem perfekten Auftreten unterstützen. Folgend sind 5 Gründe, die für einen Grafiker oder eine Grafikerin sprechen.

  1. Expertise und Erfahrung
    Ein profesioneller Grafiker bringt jahrelange Erfahrung mit, kennt die besten Designpraktiken und versteht wie man visuelle Kommunikation effektiv gestaltet.
  2. Individuelles Design und Exklusivität
    Jeder beauftragte Grafiker oder Grafikerin schafft einzigartige Designs, die exakt auf deine Bedürfnisse und Ziele deines Unternehmens zugeschnitten sind.
  3. Bessere Markenerkennung
    Mit einem Experten an deiner Seite wird deine Unternehmenskommunikation konsequent und professionell umgesetzt, was zu einer stärkeren Wiedererkennbarkeit und einem höherer Vertrauen bei deinen Kunden führt.
  4. Optimiert für alle Medien
    Grafiker wissen, welche Daten es benötigt, um auf allen Plattformen eine gute Figur zu machen. Ob im Web, digitale Außenwerbung oder auch für den professionellen Druck. Die entsprechenden Daten kann der Grafiker oder die Grafikerin bei Bedarf liefern.
  5. Es spart Zeit und Geld
    Grafiken zu erstellen für unterschiedliche Zwecke braucht neben Fachwissen und Gespür für gutes Design auch Zeit. Versierte und erfahrene Grafiker haben erprobte Abläufe, um schnell und effizient die entsprechenden Daten zu erstellen und an den Kunden zu übermitteln.

Mein Fazit

Canva hat den Markt für Grafikerstellung ordentlich durchgeschüttelt. Es hat seine Berechtigung für alle, die auf einfache und schnelle Weise Grafiken erstellen wollen. Doch es zeigt auch, dass es schnell an Grenzen stößt, wenn die Anforderungen der Nutzer steigen, beispielweise wenn es um profesionelles Drucken geht. Darüber hinaus sollte auch ein Grundverständnis für Formen, Farben und ein Gespür für Ästhetik vorhanden sein, um ansprechende Resultate zu erzielen.

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